Kids of Adelaide

Indie-Folk aus Stuttgart

THE LONG WAY TO ADELAIDE

Der Weg in ihr Adelaide begann für Severin Specht (1989) und Benjamin Nolle (1987) im Winter 2010. Hier entdeckten die beiden langjährigen Freunde, dass sie nicht nur denselben Heimatort und Fußballverein teilten – sondern auch die Liebe für akustische Gitarrenmusik. Bei den ersten gemeinsamen Jam-Sessions auf der Tour von Bennis alter Band The Rising Rocket merkten sie schnell: Ihre Stimmen harmonieren genauso exzellent wie ihre Ideen. So entstanden erste gemeinsame Songs, die so klangen wie das, was die beiden Künstler in Zukunft machen wollten. Und da das eben nur gemeinsam ging, gründeten sie eine Band. Ein Bandname musste nicht gefunden werden. Er entstand vielmehr fast wie von selbst. Denn aus langen nächtlichen Gesprächen erwuchs eine gemeinsame Vision. Und dieser gaben sie den Namen Adelaide. Ein Ziel, zu dem sich die beiden nun zusammen auf den Weg machten – und so zu dessen Kinder wurden.
Der Beginn der Route nach Adelaide wurde rasch gefunden: die Stuttgarter Fußgängerzonen. Doch schnell folgten erste bezahlte Auftritte – und weitere Songs mit dem Copyright Nolle & Specht. Aus diesen entstand ein Album, das das „Indie“ vor dessen Genre „Indie-Folk“ wirklich verdiente. Denn die Platte mit dem Titel Songs For You And Me (2011) wurde in dem umfunktionierten Zimmer von Severins Bruder Sebastian Specht aufgenommen, der es auch produzierte. Die erste Auflage war schon nach wenigen Monaten vergriffen. Dafür sorgte eine bereits beachtliche Fan-Community, zu der auch die Inhaber des Stuttgarter Indie-Labels Green Elephant Records gehörten. Die gaben den beiden ihren ersten Plattenvertrag und produzierten die EP Kids of Adelaide (2011) mit dem Sänger und Songwriter Tiemo Hauer als Produzenten. Der nahm sie auch direkt mit auf ihre erste Support-Tour inklusive ausverkauftem Konzert im LKA-Longhorn in Stuttgart vor über 1000 Fans.

Von nun an schlängelte sich der Weg nach Adelaide von Bühne zu Bühne – nur unterbrochen von Aufenthalten in Studios zur Albumproduktion. Supportshows für Tiemo Hauer, Max Prosa und Dry The River führten die Band nicht nur quer durch Deutschland – sondern ließen auch deren Bekanntheit immer weiter ansteigen.
Was zur Folge hatte, dass die Namen derer, vor denen sie auftreten, ebenfalls immer größer wurden: Jamie Cullum, Donavon Frankenreiter, Mark Owen von Take That, Kiefer Sutherlandund selbst Legenden wie Led-Zeppelin-Frontmann Robert Plant entschieden sich für die beiden Stuttgarter Jungs als Vorgruppe. In dieser Zeit entstanden die Alben Home (2012), Byrth (2014) und Black Hat & Feather (2016). Sie sind hörbare Meilensteine auf dem Weg nach Adelaide und ermöglichten den beiden eigene erfolgreiche Headlinertouren vor Tausenden Fans im deutschsprachigen Raum, Frankreich und Tschechien – sowie einen Auftritt beim Champions League Finale in Wales.
Doch die Kids of Adelaide sind Künstler mit tiefen Wurzeln. Und daher brauchten sie etwas, das diesen – trotz einem Leben „on the Road“ – gerecht wurde: ein Zuhause. Deshalb zogen sie 2014 in das alte Bauernhaus von Benjamins Großmutter und errichten dort eine Künstlerkommune mit eigenem Studio sowie viel Platz für Ideen, Musik – und ihr Adelaide.

Nachdem die letzten beiden Platten im eigenen Studio aufgenommen wurden, entschied sich die Band das Album Into The Less (2018) in den Tone Temple Studios zu produzieren. Und da das kreative Pulver dort noch nicht ganz verschossen wurde, schoben sie im selben Jahr noch die Parted EP nach.
2020, während der Pandemie, veröffentlichten sie die beiden Singles Seasons und Safe and Sound – auch, um mit diesem musikalischen Lebenszeichen ihren Fans zu zeigen, dass die Lichter in Adelaide noch brannten. Und wie sie das taten – denn in dieser Phase zeigte sich, dass der Adelaide Way of Life ein ganz besonderer ist: Während in Zeiten sozialer Isolation alle darauf warteten, dieser endlich entfliehen zu können, zogen sich die beiden Musiker noch weiter zurück. Sie suchten eine kleine Hütte mitten im Wald auf, um sich dort auf das zu besinnen, was die Band ausmacht: das gemeinsame Musizieren, Träumen, Philosophieren. So entstand das Fundament des Albums The Cabin Tapes, das später im heimischen Bodega Studio finalisiert und von Sebastian Specht produziert wurde.

Die Reise nach Adelaide geht weiter. Von nun an sogar mit zwei zusätzlichen Live-Musikern als Unterstützung auf der Bühne.

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